Schrift. Jonas. Verewigung. Kontakt. Archiv. Abonnieren.
Der Ton

Ein Ton erklingt,

als Schwingung, Frequenz,

und singt und sirrt,

und schwirrt und schwebt,

und webt leise Muster,

aus silbernen Fäden,

verliert an Substanz,

bleibt körperlos ganz.

 

Der Ton, er fliegt,

gleich Federn im Wind,

und rinnt und rieselt,

und raschelt und ruht,

und bleibt scheinbar stehen,

im luftlosen Schweben.

Er klingt nur noch sanft,

wird schmeichelnder Samt.

 

Der Ton trifft mein Ohr,

als Klang aufs Gehör,

und klettert geschwind,

die Nerven empor,

und sprintet mit Kraft,

durch dickichtes Wirrn,

und hangelt sich an den Synapsen durchs Hirn.

 

Es löst sich die Spannung,

die Ladung entlädt sich,

und wisperndes Knistern,

die Nachricht bewegt sich,

und schneller und heller,

und besser und lauter,

und reißt mit Gewalt,

was weigernd gelauert,

und drängt mit dem Strom,

von Strudelgedanken,

mit Wirbeln und Schnellen,

durch Dämme und Schranken.

 

Die Flut füllt den Schädel,

zerquetscht und zermalmt,

zerreißt und zerdrückt,

das verschleißte Gemüt,

spült Sorgen und Ängste,

in Massen hinaus.

 

(Stille)

Der Ton er schwebt,

allein leer im Raum,

er weiß und wartet,

und wirbelt und wabert,

und wird plötzlich stumm.

 

(Stille)

Im Dunkeln gebiert,

das saubere Schweigen,

ein Gegenstück,

ein Komplimentär,

was wiederum sirrt,

und schwebt und schwingt,

und singend drängt,

und schließlich leise,

ein sanfter Hauch,

meine Lippen verlässt:

"Ich dich auch..."

 

5.3.07 16:51
 


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