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Die erste Hymne an den Kot

der arme sünder wusste nun das sterbebett bereit,
drum weinte er und schrie sogar gegen die Heiterkeit.
er wälzte sich und fluchte laut es half kein ach und weh.
die cholera und dann die ruhr, da half kein magentee!
die laken waren braunbedeckt ja eines sumpfes gleich
der dielenboden rauh verlegt glich einem gartenteich.
der sünder war seit tagen nun allein dem sterben nah
denn ärzte ohne nasen war'n im stillen örtlein rar.
er quälte sich und wollte noch im tod die welt verändern,
doch nur der kot verließ ihn treu - er stand bis zum geländer.
als man nach 15 tagen dann mit baggern das haus räumte,
fand man die leiche wohlgelagert - er schien als ob er träumte.
so war es denn als er so starb, die seuche nicht sein tot
ersticken tat er denn im schlaf durch seinen eignen kot.

--
im kot lächelte er noch.

2.5.07 20:20
 


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